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Konzertabend "Bilder einer Ausstellung"
auf der Bühne des UDITORIUMS

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Das 1.Akkordeonorchester Köngen, das Harmonika-Orchester Uhingen sowie eine Schlagwerk- und Klavierbesetzung füllten die komplette Bühne bei der beeindruckenden Aufführung

Ein ganz besonderer Konzertabend mit russischer Prägung erwartete die zahlreichen Besucher Ende Mai im UDITORIUM: Das Harmonika-Orchester Uhingen trat mit „Bilder eine Ausstellung" von Modest Mussorgski an die Öffentlichkeit.

Den ersten Teil gestaltete das Jugend- und Harmonika-Orchester. Mit der „Suite Contraire" von Hermann Illenberger zeichneten die Jugendlichen, unterstützt vom Erwachsenenorchester, in fünf Sätzen musikalisch ganz unterschiedliche Klangbilder. Anschließend präsentierte das Harmonika-Orchester Uhingen die „Ballettsuite Nr. 3" von Dmitri Schostakowitsch. Für diesen musikalisch erfrischenden Auftakt gab es viel Applaus. Während Dirigent Thomas Bauer das Publikum in dieses Meisterwerk europäischer Tonkunst einführte, formte sich im Hintergrund ein riesiger Klangkörper. Das 1. Akkordeonorchester Köngen, das Harmonika-Orchester Uhingen sowie eine hervorragende Schlagwerk- und Klavierbesetzung füllten die komplette Bühne.
Tönende Bilder, leuchtende Musik und darüber hinaus die medialen Möglichkeiten des UDITORIUMS machten den zweiten Konzertteil für die Besucher zu einem ganz besonderen Erlebnis. Die 1. Promenade, mit der das Werk anhebt, stellt musikalisch das ruhige Schreiten des Betrachters von Bild zu Bild dar. Auch der für die russische Volksmusik charakteristische Wechsel von Vorsänger und Chor spiegelt sich in den Promenaden und verbindet die einzelnen Sätze. „Gnomus" - Ein verkrüppelter Zwerg treibt sein Unwesen. Das dämonisch-groteske Geschehen wird durch unvermutete Instrumentalbewegungen, ausgefallene Harmonik und Tempoänderungen dargestellt. „Das alte Schloss" - Vor dem Zuhörer erhebt sich ein mittelalterliches Schloss mit all seinen dunklen Winkeln, und aus der Ferne erklingt eine schmeichelnde Melodie, vielleicht von einem Minnesänger? „Die Tuilerien" - Eine tänzerisch kapriziöse Melodie, die turbulenter wird, zeigt spielende und streitende Kinder im berühmten Pariser Park. „Bydlo" -Der Bydlo ist der Ochsenkarren der polnischen Bauern, der aus der Ferne schwerfällig immer näher kommt, um sich dann allmählich wieder in der Entfernung zu verlieren. „Ballett der Küchlein in ihren Eierschalen" - Ein Scherzando in eilendem Zweivierteltakt, eine Musik von kapriziöser Eleganz vermittelt junge Küken, die unbeholfen ihre ersten eigenen Schritte versuchen. „Samuel Goldberg und Schmuyle" - Ein Dialog zwischen zwei polnischen Juden. Der eine reich und wichtigtuerisch, tritt mit rhythmisch markantem Motiv auf, sein Gegenüber arm und bettelnd, tritt mit meckerndem Geplapper auf. „Der Marktplatz von Limoges" - Die Zuhörer tauchen ein in das geschäftige Treiben des Marktes, ein drastisch geschildertes Gemälde keifernder Marktweiber mit splittrig instrumentierten Klängen_Die Katakomben" - Abrupt schlägt die Szene um. Durch das unterirdische Gewölbe in Paris dringt eindringliche Trauermusik, tremolierende Akkordeonisten entfalten eine Klangatmosphäre von bannender Unheimlichkeit. „Die Hütte der Baba Yaga" - Die Baba Yaga ist die böse Hexe des russischen Märchens. Diese vollführt einen tollen Ritt in Gestalt eines wilden Orchestertuttis. Auch hier schafft ein etwas ruhigerer Mittelteil einen Kontrast, ehe der Ritt von neuem beginnt und vor dem „Großen Tor in Kiew" endet. „Das große Tor von Kiew" - Durch das gewaltige Tor strömt eine riesige Menschenmenge. Glockengeläut und feierlich getragene, gewaltige Klänge bilden ein großartiges Finale.
Dirigent Thomas Bauer ist es hervorragend gelungen, alle klanglichen Facetten des Orchesters auszureizen, und alle Mitwirkenden wurden mit lang anhaltendem Applaus für diese gelungene Aufführung belohnt.

Quelle: HI 04/2014
Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de