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Das Orchester des ASR Remshalden auf der Bühne
Durchweg dynamische Darbietungen im Festsaal der Grundschule


Der Akkordeon-Spielring Geradstetten ging „back to the roots" und mit seiner Herbstunterhaltung erstmals wieder in den Festsaal der Grundschule Geradstetten, wo er vor 51 Jahren sein erstes Konzert gegeben hat. Damals unter einem Motto, das auch heute wieder haargenau gepasst hätte: „Ein Strauß bunter Melodien."

Die Remshaldener Akkordeon-Aktivisten sind laut Jörg Lederer, dem Dirigenten des Orchesters und des Doppelquartetts, stolz darauf, für jeden etwas anzubieten, von Walzer und Ländler über Musical und Pop/ Rock bis zum Jazz. Ihre Herbstunterhaltung gelte somit jedem Geschmack und Alter. Aber das könnte dennoch alles nicht wirklich funktionieren, wenn die Musiker nicht auch für sich spielen würden, aus lauter Spaß an der Freud'.
So wie das Doppelquartett, das ja jedes Mal einen der Höhepunkte im Programm markiert, mit einer erneut durchweg dynamischen, druckvollen, spielfreudigen Darbietung. Erst in Totos Poprock-Hit „Rosanna", der noch etwas schleppend begann, bis dann alle endlich den speziellen Shuffle-Beat draufhatten und Lederer am Keyboard dezent jazzige Phrasierungen beisteuerte; dann in einem Medley aus „West Side Story", der Mutter aller Musicals, wo ständige Rhythmuswechsel von Latin („Tonfight”) bis Walzer („I feel pretty") bewältigt sein wollen, sowie in drei Melodien von Gilbert O'Sullivan (größter Hit: „Get down"); und schließlich in der Königsdisziplin, dem Swing, im „Chattanooga Choo Choo", in dem sich die Akkordeonisten auch souverän schräge Klänge im Arrangement erlauben, deren Quäken und Tuten die Geräusche eines fahrenden Dampfzuges imitieren. Darauf muss eine Zugabe folgen, und mit „Music was my first love" darf so richtig in Melodien geschwelgt werden, bei rhythmisch anspruchsvollem Mittelteil in 7/4.
Aber im Spielring spielen auch schon die ganz Jungen mit Saft, Kraft und Lust, wie das Schülerorchester unter der Leitung Silvia Lederers anfangs bewies. Die „Rock'n'Roll Youngsters" (Songtitel) hatten alle Arten und Größen von Handharmonikas auf den Knien, mancher verschwand fast hinter seinem Rieseninstrument. Und ein kleiner Junge stellte sich zum Applaus sogar auf den Stuhl, um gesehen zu werden. Aber in der Musik zeigten sie sich allesamt sehr präsent. Und sehr präzise, auch rhythmisch.

Ein Medley bajuwarischer Walzer

Dies gilt in verstärktem Maß für das Orchester der Großen. Ein sicherer Perkussion-Pulsschlag, ausgehend vom Drummer Siegbert May und dem Ex-Dirigenten Herbert Heck an der Pauke, gehörte schon immer zu den Erfolgsgaranten des Akkordeon-Spielrings und ist auch diesmal wieder einer. Die sichere Beat-Basis ist nicht nur in den moderneren Stücken vonnöten, in „Welcome to Venice" (eine Rondo-Veneziano-Anlehnung vom Hohenackerer Hans-Dieter Kölz), Stings „Englishman in New York" und einem „ Swing with Robbie Williams"-Pöp-Potpourri, sondern natürlich auch in Traditionellerem. „Im schönen Tal der Isar", ein Medley bajuwarischer Walzer und Ländler vom norddeutschen Komponisten Hanns Löhr, benötigt ebenfalls seine präzisen Taktschläge und bekommt sie auch. Nur Mozarts „Türkischer Marsch" klingt etwas bemüht, was weniger an der Notwendigkeit besonders flinker Finger liegt, die die Geradstettener Akkordeonisten durchaus haben, sondern eher an der Struktur des Stückes, die auf Handharmonikas irgendwie nicht recht funktionieren will. Man denkt da einfach ans Klavier, für das dieses Stück gedacht ist, und vermisst dessen klangliche Präzision.
Aber bei zehn Treffern im Programm dieser Herbstunterhaltung lässt sich eine Niete leicht verschmerzen!

Quelle: WKZ vom 22.10.2013
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de