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Wenn das Akkordeon auf die Oper trifft


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Für seine Konzerte im Herbst hat sich das Akkordeon-Orchester Hohenacker das Motto „ConTakte" zu eigen gemacht. In diesem Jahr knüpfte der Verein Kontakt zum Lied-Duo Renate Brosch und Karl-Friedrich Schäfer. Das Konzert, das daraus entstand, war abwechslungsreich und unterhaltend, so dass am Ende das Publikum erst nach einigen Zugaben nach Hause gehen wollte.

Das Erste Orchester des Akkordeon-Orchesters aus Hohenacker begeisterte das Publikum mit Stücken wie der Romana del Diablo.
Das 1.Orchester des Akkordeon-Orchesters Hohenacker begeisterte das Publikum mit Stücken wie der Romana del Diablo


Jedes Jahr gelingt es dem Verein, das Motto „ConTakte" mit interessanten Gästen umzusetzen. In diesem Jahr war es das Lied-Duo bestehend aus der Sopranistin Renate Brosch und dem Musiker Karl-Friedrich Schäfer, welche die Besucher in das Reich der Oper entführt haben.
Eröffnet wurde der Samstagabend mit der Modern Rock Ouvertüre Crossline des Freizeitorchesters unter der Leitung von Jürgen Kölz. In diesem rockigen Musikstück konnten sich die im Freizeitorchester fest integrierten Bläser gekonnt in Szene setzen. Mit „Crazy Little Thing Called Love" hatte sich das Orchester die Fassung von Freddy Mereury ausgewählt.
Danach stand der Auftritt des Schülerorchesters als Programmpunkt an. Doch anstatt des Schülerorchesters nahm lediglich zur Verwunderung der Zuschauer die Rhythmus-Gruppe auf der Bühne Platz, die auch prompt zu spielen begonnen hat. Erst allmählich haben sich die jungen AkkordeonSpieler des Orchesters dazugesellt, um in „Open up" einzustimmen. Danach spielte das Orchester unter der Leitung von Moritz Sauer noch einen Choral sowie ein Stück von Hans-Günther Kölz und zeigte damit, dass bereits die jungen Spieler ganz unter­schiedliche Stile kennen und spielen können.

Gastmusiker entführen Besucher in die Welt der Oper

Den Abschluss des ersten Programmteils bildete der erste Auftritt der Gastmusiker Renate Brosch und Karl-Friedrich Schäfer. Sie haben sich während ihrer Studienzeit an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart kennengelernt und gewannen bereits damals Preise als Lied-Duo. Sie präsentierten dem Publikum einen Ausschnitt aus italienischen und französischen Opernarien, Arietten und Kanzonetten. Renate Brosch ist eine klassische Sopranistin, Karl-Friedrich Schäfer ein Pianist, jedoch an diesem Abend griff er zum Akkordeon. Zuerst hörten die Besucher eine Arie aus einer Barockoper von Antonio Vivaldi, sehr gut kam die Dramatik der Oper mit Intrigen und Verwechslungen in dieser Arie zum Ausdruck. Es folgten eine Ariette „Il zeffiro" von V. Bellini — einem großen italienischen Opernkomponisten des frühen 19. Jahrhunderts — und zwei Kanzonetten von G. Donizetti. Auch wenn nicht jeder Zuhörer die italienische oder französische Sprache explizit beherrschte, konnte man aus dem Klang des Gesangs und der Begleitung genau die von Renate Brosch dargestellten Inhalte heraushören.
Die zweite Programmhälfte gehörte dem ersten Orchester unter der Leitung von Hans-Günther Kölz sowie nochmals den Gastmusikern. Es begann mit „Rojo Tango" des argentinischen Komponisten Pablo Ziegler, der viele Jahre mit Astor Piazzolla zusammenarbeitete. Mit „Silva Nigra" hat­te das Orchester ein Arrangement einer „Bläser-Sinfonie" einstudiert. Während der Proben an den einzelnen Themen aus dem Schwarzwald — darunter „Nebel über dem Tal", Wanderung, Rossfest — hatten die Spieler öfters festgestellt, wie komplex dieses Stück komponiert ist und wie schwierig es erst in der Original-Besetzung sein muss. Zusätzlich werden mit Schlagzeug, Pauken und Triangel einige Szenen stimmungsvoll hervorgehoben.

Publikum fordert nach „Julischka aus Budapest" eine Zugabe

Vom Lied-Duo Brosch-Schäfer gab es nochmals einen Ausflug in die Opernwelt. Dazu gehörte ein Bolero aus der weniger bekannten Oper „Vasco da Gama" von G. Bizet ebenso wie die weltbekannte „Habanera" aus Carmen von G. Bizet sowie zwei italienische Stücke von G. Rossini und A. Poneielli. Bei allen Stücken wurde der Inhalt des ausdrucksvollen Gesangs von der Akkordeon-Begleitung wunderbar aufgenommen und unterstützt. Beendet wurde der Auftritt mit einem Hit aus der „Maske in Blau" von F. Raymond. Die „Julischka aus Budapest" begeisterte die Konzertgäste derart, dass sie vehement eine Zugabe forderten. Danach bot das erste Orchester noch die „Romance del Diablo" von Astor Piazzolla dar, wobei sich jeder selbst anhand der unterschiedlichen Teile des Stückes je nach Vorstellung mehr von einer Romanze oder mehr vom Teufel hineindenken konnte. Zum Abschluss gab es den Marsch „Pomp and Circumstance" von Edward Elgar. Bekannt ist dieser Marsch vor allem von der „Last Night of the Proms", einer britischen Konzert-Tradition, bei der die Briten begeistert mitsingen. Aber auch beim Publikum war eine Begeisterung deutlich spürbar. Ein gelungener Abend.

Bald Jubiläum
  • Im kommenden Jahr feiert das Akkordeon-Orchester Hohenacker sein 50­jähriges Bestehen. Darauf wies Vorsitzender Martin Reinhardt in seiner Verabschiedung hin. Ein Grund, weshalb sich Interessierte auch im kommenden Jahr über weitere Veranstaltungen unter dem Motto „ConTakte" freuen dürfen.
    Weitere Infos unter www.aoh-hohenacker.de.


Quelle: WKZ, vom 01.12.2015
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Kontakt: staufen@akkordeonjugend.de